Simple Smart Buildings

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Steinmauern

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Die bestehende Einfassung eines Gemüsebeets und niedrige Mauern aus dem anstehenden Kalk des Salzkammerguts geben dem neuen Sitzplatz Maß und Gestalt. Vorbild für die neue Mauer ist der bestehende Gebäudesockel des Wohnhauses In Form eines polygonalen Zyklopenmauerwerks. So wurden auch für die neue Mauer unregelmäßiger Bruchsteine aus einem nahegelegen Steinbruch bezogen. Schmale Künetten im standfesten Lehmboden nehmen das Fundament auf, rund sechzig Zentimeter unter dem späteren Gelände. Kapillarbrechender Schotter und ein schmaler, bewehrter Betonstreifen tragen die erste Schar. An drei Seiten umschließt das Mauerwerk die Terrasse, zur Hälfte als Doppelschale mit einem Kräuterbeet dazwischen, dessen Niveau gegenläufig von einem Ende zum anderen abfällt, sodass die innere Schale stellenweise von beiden Seiten sichtbar bleibt. Große Stücke werden entlang des natürlichen Lagers mit Treibkeilen gespalten und mit Hammer und Sprengeisen zugerichtet; entscheidend bleibt die untere Lagerfläche, damit der Stein von selbst sitzt und nicht nach vorn gleitet. Das Versetzen beginnt an den Ecken mit annähernd quaderförmigen Bruchsteinen. Niedrige Abschnitte stehen lotrecht, während sich der Querschnitt mit zunehmender Höhe nach oben verjüngt. Der Mörtel bleibt erdfeucht und diffusionsoffen, sein Bindemittelanteil wird aus niedrighydraulischem Kalk und Sumpfkalk zu gleichen Teilen und etwas Trassitkalk gemischt. Die Verwendung von kantigem Feinsplitt statt Rundkorn führt zu einem formstabileren Mörtelgefüge. Die mit Eisenoxidschwarz dunkel eingefärbten Fugen kontrastieren klar zu den Köpfen, den Sichtflächen der Mauersteine.

Weitere Gespräche mit Joel Schmalnauer:

Link zur Episode über das Pfostenstockfenster.

Link zur Episode überUmbauarbeiten

Link zur Episode über berufsfremdes Arbeiten.

Link zur Episode über die Selbsthilfe.

Link zur Episode über das Vorhaus.

Link zur Episode über den Stadel.

Link zur Episode über den Fenstertausch.

Link zur Episode über die Innenausbauarbeiten.

Link zur Episode über die Baukosten.


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Über diesen Podcast

Simple Smart Buildings steht für Gebäude die einfach und dauerhaft gebaut sind. Für die Generationen vor uns war es ganz normal mit einfachen Mitteln dauerhafte Gebäude zu errichten. Diese Art zu bauen hat sich über Jahrhunderte bewährt und wir können daraus lernen. In den verschiedenen Regionen entwickelten sich aus lokal vorhandenen Baustoffen resiliente Baukonstruktionen und Gebäudetypen, welche Jahrhunderte überdauert haben und gerade deshalb immer noch eine hohe Nutzungsqualität bieten. Dieser Podcast erzählt von Möglichkeiten einfach gut zu bauen.
Ab Folge 140 ist für jede Episode ein redaktionell bearbeitetes Transskript hochgeladen.

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von und mit Friedrich Idam und Günther Kain

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