Simple Smart Buildings

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Gedanken zur Form des Innenraums

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In Muster 191 unterscheidet Christopher Alexander bei der Grundrissform zwischen konvexen und konkaven Räumen und geht von der Hypothese aus, dass Menschen konvexe Räume bevorzugen, weil diese in einem größeren Maßstab noch einmal die den Menschen umhüllende Bubble bilden und damit ein Gefühl des Wohlbefindens erzeugen, wie es die Anpassung an die individuelle Kugel in der vitruvianischen Figur versinnbildlicht. Vor diesem Hintergrund kontrastiert er die in der heutigen Planung dominierenden kristallinen Räume, die durch strenge rechtwinklige Systeme wie bei Mies van der Rohe gekennzeichnet sind und als zu hart empfunden werden, mit organischen Räumen wie den Lehmhöhlen von Anna Heringer, wobei er beide als nicht optimal ansieht, weshalb er annähernd gerade Wände und annähernd rechte Winkel zwischen 80 und 100 Grad als Kompromiss vorschlägt, eine Form, die in historischen vernakulären Bauten durch Anpassung an Parzellen und begrenzte Messgenauigkeit häufig entstand und zu trapezförmigen Grundrissen führte.

Die damit verbundenen Konsequenzen zeigen sich darin, dass CAD-Programme mit festen rechtwinkligen Rastern und normierte Bauteile die Planung solcher annähernd rechteckiger Räume begünstigen, obwohl die Ausführung nur annähernd rechteckiger Räume mit CNC-Maschinen bei modernen Holzbauweisen problemlos möglich wäre. Als Lösungsansatz könnten KI-gestützte Generierungen von Grundrissen, die in diesem Muster beschriebenen Ansätze berücksichtigen.

Grundlegende Gedanken zur Mustersprache, Gedanken zu anderen Mustern von Christopher Alexander und den Link zur Episode, in welcher der Architekt Gernot Mittersteiner über seine Zusammenarbeit mit Christopher Alexander berichtet, finden Sie auf meiner Landingpage "Mustersprachen".

Link zur Episode mit den Gedanken zum rechten Winkel.

Link zur Episode mit den Gedanken zur historische Entwicklung von Raumhöhen.

Link zur Episode über das Muster 190 „Verschiedene Raumhöhen“.

Link zur Episode über das Muster 197 „Dicke Wände“.


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Über diesen Podcast

Simple Smart Buildings steht für Gebäude die einfach und dauerhaft gebaut sind. Für die Generationen vor uns war es ganz normal mit einfachen Mitteln dauerhafte Gebäude zu errichten. Diese Art zu bauen hat sich über Jahrhunderte bewährt und wir können daraus lernen. In den verschiedenen Regionen entwickelten sich aus lokal vorhandenen Baustoffen resiliente Baukonstruktionen und Gebäudetypen, welche Jahrhunderte überdauert haben und gerade deshalb immer noch eine hohe Nutzungsqualität bieten. Dieser Podcast erzählt von Möglichkeiten einfach gut zu bauen.
Ab Folge 140 ist für jede Episode ein redaktionell bearbeitetes Transskript hochgeladen.

Feed-URL
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von und mit Friedrich Idam und Günther Kain

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